KI verstehen –
von den Anfängen
bis zu Agenten-Schwärmen.
Wer hat heute schon
KI benutzt?
Wie alles
begann.
70 Jahre Geschichte, kurz erzählt – von Turing bis ChatGPT.
70 Jahre Auf
und Ab.
KI ist kein Blitz aus heiterem Himmel – der Durchbruch kam durch mehr Daten, mehr Rechenleistung und eine bessere Architektur.
KI ist der Oberbegriff.
- Künstliche Intelligenz (KI)Der Oberbegriff für alles, was Maschinen „intelligent" erscheinen lässt.
- Machine Learning (ML)Systeme, die aus Daten lernen, statt fest programmiert zu werden.
- Deep LearningML mit vielschichtigen neuronalen Netzen – das „deep" steht für die Schichten.
- Generative KI / LLMsErzeugt neue Inhalte: Texte, Bilder, Code. Hier sitzen ChatGPT, Claude, Gemini.
Woher weiß die KI,
was ein A ist?
Niemand programmiert eine Regel wie „zwei schräge Striche plus Querbalken". Die Maschine lernt es selbst – aus tausenden verschiedenen Beispielen.
- 01Trainingsdaten. Großes, kleines, gedrucktes, handgeschriebenes „A" – jedes davon mit dem Label „A" versehen.
- 02Muster erkennen. Das Netz sucht wiederkehrende Merkmale statt einer exakten Form: Striche, Winkel, Querbalken.
- 03Fehler korrigieren. Bei jedem falschen Rateversuch werden die Parameter ein kleines Stück nachjustiert.
Am Ende ist kein Bild gespeichert – nur ein Muster, das zu „A" passt.
es heute.
- Kann eine Sache gut
- Schach, Texte, Bilderkennung
- Kein echtes Weltverständnis
- „Narrow AI" – eng begrenzt
es nicht.
- Flexibel wie ein Mensch
- Beliebige Aufgaben lösen
- Forschungsziel, nicht Realität
- „Extrem begabter Fachidiot" heute
Wie ein LLM
funktioniert.
Vom nächsten Wort bis zum vollen Kontextfenster.
Vervollständigen Sie
den Satz.
Rufen Sie mir zu, wie es weitergeht – genau das macht gleich ein LLM. Nur eben mit Milliarden Beispielen statt einem Kinderlied.
Klicken Sie auf ein Wort.
Autovervollständigung
auf Steroiden.
Ein LLM (Large Language Model) tut im Kern nur eine Sache: Es berechnet, welches Wort mit der höchsten Wahrscheinlichkeit als Nächstes kommt.
Token und Parameter.
Nicht überfrachten – aber diese zwei Begriffe erklären später auch typische Schwächen.
nicht Wörter
Stellschrauben
Reasoning-Modelle:
wenn die KI erst nachdenkt.
Ein klassisches LLM antwortet sofort. Reasoning-Modelle wie GPT-5 Thinking, Claude mit Extended Thinking oder DeepSeek-R1 schalten einen Zwischenschritt davor.
Durchlauf
Schritten
statt neuer Trick
Deshalb deutlich stärker bei Mathe, Code und komplexer Logik – aber langsamer und teurer pro Antwort.
System-Prompt,
User-Prompt, Context.
Ein LLM hat kein eigenes Gedächtnis. Bei jeder einzelnen Anfrage wird der komplette bisherige Verlauf neu mitgeschickt.
Prompt
Prompt
Das Modell selbst speichert nichts – ohne den mitgeschickten Verlauf gäbe es kein Gedächtnis im Gespräch.
So sieht das
in der Praxis aus.
Der System-Prompt (rechts) steht fest im Hintergrund. Darauf folgen ganz unterschiedliche User-Prompts – hier drei typische Beispiele:
Derselbe System-Prompt, aber die zweite Frage löst die Verweis-Regel aus – die dritte nicht.
wird eng.
- Kontextfenster ist begrenzt – typisch einige Zehn- bis Hunderttausend Tokens
- Älteste Nachrichten fallen aus dem Fenster
- Modell „vergisst" frühe Details
- Im Extremfall bricht die Anfrage ab
statt vergessen.
- Verlauf wird automatisch zusammengefasst
- Kernpunkte bleiben erhalten
- Platz für neue Nachrichten entsteht
- Gespräch geht weiter – mit Gedächtnislücken bei Details
Die Modell-
Landschaft.
Wer baut die Modelle, wovon leben sie – und wo finden Sie sie?
Ein LLM schlägt
nichts in einer Datenbank nach.
Das Wissen ist nicht abgelegt wie in einem Lexikon, sondern komprimiert in den Parametern – ungefähr so, wie Sie den groben Inhalt eines Buches wiedergeben können, ohne die exakten Seiten vor sich zu haben.
Deshalb kann eine KI etwas völlig überzeugend formulieren und trotzdem sachlich falsch liegen.
Nicht nur ein LLM.
Hinter dem Begriff „KI-Chatbot" stecken ganz unterschiedliche Modelle – gebaut von unterschiedlichen Firmen, mit unterschiedlichen Stärken.
Wer baut sie – und was
macht den Unterschied?
baut sie
unterscheidet
geschlossen
Womit verdienen die
großen KI-Firmen ihr Geld?
Über mehrere Kanäle gleichzeitig – aber kaum eine Firma ist damit heute schon profitabel.
Zugang
Abos
Lizenzen
Verzahnung
→
optimieren.
- Keywords, Backlinks, Meta-Tags
- Ladezeit und technische Feinarbeit
- Ziel: Platz 1 in der Trefferliste
- Erfolg = Klick auf die eigene Seite
Antwort optimieren.
- Klare Fakten, Struktur, Zitierfähigkeit
- Autorität und Vertrauenswürdigkeit zählen
- Ziel: als Quelle in der KI-Antwort genannt werden
- Erfolg = Erwähnung, oft ganz ohne Klick
Wo Sie diese Modelle
finden.
Vom Chatbot
zum Agenten.
Wenn KI nicht nur redet, sondern selbstständig handelt.
Eine Eskalationsleiter.
Ein einzelner Agent ist ein Mitarbeiter. Ein Schwarm ist eine kleine Abteilung – mit Chef, Rechercheur und Qualitätskontrolle.
MCP ist USB-C
für KI-Anwendungen.
Früher brauchte man für jedes Gerät ein eigenes Kabel; heute passt ein Anschluss für alles. Genauso muss man dank MCP nicht mehr für jedes Tool eine Extra-Bastellösung bauen.
Die Grenzen
der KI.
Was schiefgeht – und warum.
KI berechnet
Wahrscheinlichkeiten – sie versteht nicht.
Man hat der KI doch
keine Lügen beigebracht?
Stimmt. Niemand hat der KI das Lügen beigebracht – und trotzdem erfindet sie Dinge. Der Grund liegt in dem, wofür sie überhaupt trainiert wurde.
vor Gericht
„klingt plausibel"
nichts nach
Eine KI hat kein Konzept von „ich weiß es nicht" – sie vervollständigt immer, auch wenn die Fakten fehlen.
Sicherheit im
Umgang mit KI.
Worauf Sie als Anwender achten müssen.
Prompt
Injection.
Versteckte Anweisungen in Text, Webseite, Mail oder Dokument können eine KI – besonders einen Agenten – kapern. Alles, was ein Agent liest, kann Anweisungen enthalten.
Worauf Sie als
Anwender achten müssen.
Praxis &
Ausblick.
Was Sie morgen schon anders machen können.